Lebenszeichen aus dem Wasser … von “Daisy” wenig zu spüren …

•11. Januar 2010 • 1 Kommentar

Moin ihr lieben,

hier eine etwas zugespitzte Beobachtung:

Ganz Deutschland versinkt im Schneechaos, es scheint wohl zu dauern, bis sich alles normalisiert hat. Doch kein Grund zur Aufregung: Früher gab es viel mehr Schnee, durch die allgemeine Erderwärmung, von der wir hier tagtäglich sprechen, ist der Schnee grundsätzlich weniger geworden, man kann froh sein, weiße Weihnachten gehabt zu haben, andere Regionen der Erde sind viel mehr vom Schnee betroffen. Es ist nun mal Winter!
Fakt ist: Auch wenn hier Schneechaos herrscht, schmelzen die Gletscher, und genauso schlimm: die Polkappen, in einem rasanten Tempo ab.
Es kann also nicht sein, gleich in Panik zu verfallen, ja, Hamsterkäufe zu tätigen. Man sieht, kaum zeigt sich die Natur von der eher ungemütlichen Seite, funktioniert quasi nichts mehr. Man verlässt sich auf die Selbstverständlichkeit, dass alles so zu laufen hat, wie es immer läuft. Doch man sieht, die Technik versagt auch bei einer Kleinigkeit, schon wieder blieb ein EuroStar im Tunnel unter dem Ärmelkanal stecken. Die Bahn fährt nach dem “Zufallsprinzip”, auf den Straßen herrscht Chaos …

Auch sieht man, wie unverantwortlich manche Menschen unterwegs sind, bzw. ihre Leute auf die Straße schicken, so die LKW mit Sommerreifen … auch hört man von Flugzeugen, die über die Landebahn hinauspreschen und mit der Nase im Feld liegen bleiben … ja, dann sollte man sich vorher besser überlegen, in den Flieger zu steigen, ja, ihn überhaupt abheben zu lassen … Verspätungen muss man hinnehmen, Natur eben!

Gut, dass es noch genügend couragierte Menschen gibt, die mit anpacken, wo Not am Mann ist, Landwirte und Straßenmeistereien z.b., die im Dauereinsatz mit ihren Fahrzeugen die Straßen freiräumen … RESPEKT! Der Winter trifft einen Hart, das steht außer Frage, doch sollte man sich nicht darüber aufregen, sondern es hinnehmen, wie es ist. Man muss sich arrangieren! Der Winter hat Deutschland mal wieder voll im Griff. Natur eben!

Hier auf der Insel bekomme ich von dieser ganzen Aufregung wenig mit … mit dem Fahrrad zu fahren ist durch den Schnee und bei dem starken Ostwind  schwierig, gestern wurde der Busverkehr zwischen N’siel und Norden, bzw. Esens eingestellt. Ok, Schneewehen hier und dort,und Schnee musste man auch schippen, aber gut, dass ich im Warmen saß und nur kurz raus bin, um Fotos zu machen. Im Wind war es dann doch sehr ungemütlich.

Heute hat sich die Lage wieder normalisiert. Der Wind hat nachgelassen, die Fähren fahren planmäßig … Natur eben!

Hier ein paar Eindrücke  des gestrigen Tages:

Definition Weihnachten … eine kritische Selbstbeobachtung

•30. Dezember 2009 • 1 Kommentar

Alle Jahre wieder … Weihnachten steht vor der Tür. Man versinkt im Kaufen-Konsum-Rausch der Weihnachtsgeschenke … meistens kommt man erst in den letzten Tagen vor dem heiligen Abend dazu … man rennt als sogenannter “Last-Minute” Käufer in die Läden. Diese Erfahrung machte ich dieses Jahr besonders … denn auf der Insel noch voll in Arbeit, fährt man ein paar Tage vor Weihnachten ans Festland, um eben oben Genanntes zu erledigen.

Ich hatte keine konkreten Ansatzpunkte, was sich eigentlich wer wünscht … so kommt es, dass man vor den Regalen steht … doch so richtig fällt einem nicht ein, was man nun wem schenken könnte. Haushaltsware? Kommt immer gut an … Kerzen? Langfristig und schön, ja, das nehm ich mit. Ein gutes Buch? Na klar, man hat ja nie genug davon.  Süßigkeiten? Kleinigkeiten vom Weihnachtsmarkt … na klar.

Immer dieser Zwang, völlig anonym durch die Stadt zu laufen, um planlos Geschenke einzukaufen … Zuhause sitzt man dann mit einem Haufen schöner Kleinigkeiten und fängt an zu sortieren … Mir ging es so … ich versank im Weihnachtstrubel, um erst einmal auf gut Glück etwas Passendes zu finden. Zuhause saß ich dann, und hatte 5 Geschenke für eine Person … und für die nächste keins … Ich schob ein wenig die Geschenke herum und stellte zähneknirschend eine finale Zuordnung der Geschenke fest …

Menschen, die einem Nahe stehen, fällt meist etwas Kreatives und Angebrachtes an Geschenken ein … doch wenn es dann in die Peripherie des Bekanntenkreises geht … dann wird es schon schwieriger.

Doch muss das sein? Können wir uns nicht auf das Wesentliche konzentrieren?  Nämlich der Bibel nach auf die Geburt des Jesus Christus? Dementsprechend ein besinnliches Fest feiern bei Familie und oder Freunden?

Und warum schenken wir? Ist es deshalb, weil die Heiligen Drei Könige: Caspar, Melchior und Balthasar, Gold, Weihrauch und Myrhe mitbrachten und schenkten? Was ist daraus geworden? Vielen ist es bestimmt nicht mehr bewusst … vielmehr geht es um Kaufen und Konsum … Geld, trotz “angeblicher” Wirtschaftskrise.

Was ich damit sagen will ist, dass man sich wirklich bewusst machen sollte, was Weihnachten eigentlich ist. Man sollte sich dabei nicht von Herstellern und Firmen, die auf Geld aus sind beeinflussen lassen, schon gar nicht  im September, wo viele Läden die ersten Nikolausis, Stollen und Dominosteine verkaufen.

Euch wünsche ich ein frohes Neues Jahr, alles Gute Euch.

•19. Dezember 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Winter auf Spiekeroog … herrliche Schneelandschaft

Auf Spiekeroog hatten wir seit langem wieder das Ereignis, dass ordentlich Schnee liegengeblieben ist. Ein traumhaft schönes Bild, wenn man abends durch die beleuchteten Straßen geht, und überall ist weiß. Auch ein herrlicher Blick, wenn man draußen auf dem Pad unterwegs ist und in der Ferne ein paar Lichter erkennen kann … Winterlandschaft, eben. Toll, um seine Gedanken einmal auszuschalten und seine Seele baumeln zu lassen …

Ich wünsche allen Frohe Weinachten und alles Gute!

Inselidylle …

•15. Dezember 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

Da nun auf der Insel auch der Winter beginnt, hier nun ein paar unkommentierte Bilder, um auf Schönheit der Insel aufmerksam zu machen, weitere Bilder folgen! Zu sehen sind bspw. der alte Anleger Spikeroogs, der momentan abgebaut wird, oder ein paar Häuser- und Landschaftsaufnahmen …

Ein freier Sonntag auf Spiekeroog, die dritte und vierte Woche …

•3. Dezember 2009 • 4 Kommentare

Moin ihr lieben,

nun folgt, wenn auch etwas verspätet ein Statusbericht von der Insel. Ich bin im Spiel des Lebens!

Die letzten Wochen sind gefüllt mit Seminaren der MeeresBürger, einem kurzen Trip ans Festland nach Hause und Kleinigkeiten, die in der Ausstellung repariert werden müssen. Die Wochen sind anstrengend, aber auch vielseitig.

Ich berichte ein wenig von meinen Arbeiten in der Ausstellung. Es sind viele Kleinigkeiten, an die gedacht werden muss. So muss die Aquarienanlage täglich mehrmals geprüft werden.

Die Fische müssen beobachtet werden, ab und zu Sand aufgefüllt, oder ein totes Tier muss geborgen werden. Scheiben müssen geputzt werden und Geräte kontrolliert, ob sie noch ordnungsgemäß laufen.

Tüddelkram, wie man das hier so schön sagt, also.Die Fische haben hunger, also Vorbereitung von Seelachs und Salinenkrebschen für unsere “WG im Salzwasser” darf nicht vergessen werden. Ein großer Katzenhai, Taschenkrebse und ein großer Hummer … ja, die haben Hunger.

Wenn die Ausstellung geöffnet hat, müssen die einzelnen Objekte gepflegt und Kontrolliert werden, wir haben einen großen Pottwalskelett an der Decke hängen, oder das Inselmodell, die Figuren darauf müssen ab und zu wieder festgeklebt werden. Das Inselmodell gibt einen guten Gesamtüberblick über die Insel Spiekeroog. Was gibt es für Sehenswürdigkeiten, wie hängt das mit der wunderbar dynamischen Natur hier zusammen. Was ist das Inselwandern? Wie sah die Insel früher aus, wo war das Dorf? Mehr im Westen. Was passiert bei einer Sturmflut? Wie entstehen Dünen?

All das, kann man in der Ausstellung erkunden.

Die elektronische Seekarte muss funktionieren. Die Süßwasserlinse, ein anschauliches Objekt, wo das Thema Süßwasser der Insel Spiekeroog behandelt wird, denn wir sind völlig autark vom Festland, muss öfters mal gewartet werden. Lichter müssen an sein, damit alles gut sichtbar ist … also alles viele Kleinigkeiten.

Auch muss im Café ausgeholfen werden, wenn die Ausstellung geöffnet hat. Da gilt es dann, die zeitweise anströmenden Massen zu befragen, was sie denn zu Trinken und zu Speisen haben möchten.Dazu war ich heute bei einer Belehrung beim Gesundheitsamt in Wittmund … ein trostloses, steriles Gebäude, Amtsgebäude halt.

Zwischendurch konnte ich die Zeit nehmen und den sogenannten “Dünensparziergang”, wenn auch nur teilweise, machen. Ablaufen von verschiedenen Stationen auf einem gekennzeichneten Weg durch die Dünen. Hier erfährt man mehr, warum es auf der Insel Bäume gibt, die sonst untypisch sind. Gegen Flugsand und Wanderdünen wurden früher Bäume angepflanzt. Es mussten salzresistente Arten sein wie die Schwarzkiefer, oder der Zwergeiche. Birken gibt es auch sehr viel.

Auch werde ich mich in der Thematik Umwelt und Watt und Wurm und Vogel weiterbilden. Das heißt, ein Konzept entwickeln, um dann später auch selber Führungen anbieten zu können. Wir haben sehr vielseitige Literatur im Archiv, dieses muss auch gepflegt und aktuell gehalten werden.

Das letzte Wochenende ist der Familie gewidmet, denn eine Gruppe von Familienmitgliedern bestehend aus 3 Generationen ist vom Festland angereist, um gemeinsam ein kurzes, aber nettes Geburtstags-Familien-Wochenende zu verbringen. Wir verbringen gemeinsame Zeit am Strand, um Muscheln zu sammeln, gehen Abends noch essen um danach den Abend beim Schnuddeln ausklingen zu lassen. So viele Familienmitglieder auf einmal auf der Insel. Es war ein schönes, aber auch anstrengendes Wochenende.

Gestern nehme ich den schönen Tag zum Anlass und laufe zum alten Anleger von Spiekeroog. Dieser wurde 1981, durch den Bau des neuen Hafens, stillgelegt. Bis dahin mussten alle Gäste und Insulaner an der Südwest-Spitze der Insel mit der Fähre anlanden, um dann mit der Inselbahn in das Dorf gebracht zu werden. Schade, dass er weg ist … aber Argumente sprachen wohl für den Rückbau.

Die Gegend ist schön, schön einsam. In der Ferne sieht man ein paar Gänse, an anderer Stelle eine Kolonie Austernfischer am Strand stehen …