Einfach mal verzichten … und andere Ziele, die man so erreichen will, kennt jeder …

Ich habe mir, während meines Urlaubes in meiner Basis Kassel, eine Flasche Friesengeist gekauft. Diese sieht schön aus und auf der Fensterbank steht sie sehr elegant im Licht. Das Etikett sieht sehr urig gestaltet aus … friesisch eben. Der Inhalt, ein 56%iger Alkohol. Mit dem passenden Spruch …

“Wie Irrlicht im Moor flackert´s empor.
Lösch aus – trink aus, genieße leise,
auf echte Friesenweise
Dem Friesen zur Ehr – vom Friesengeist mehr.”

… und einem Gläschen davon lässt es sich leben. Kurz angezündet und nach ein paar Minuten mit dem passenden Kupferpfännchen gelöscht … der dazugehörige Showeffekt und die Geschmacksentfaltung.

Der Geschmack des Alkohols ist süßlich, warm, kalt … von allem etwas.

Ich habe mir vorgenommen, keinen Alkohol mehr zu trinken. Aller Anfang ist schwer, doch möchte ich mich zu dieser gewissen Konsequenz zwingen. Viele sagen oder denken jetzt: “Was’n mit Dir los, kein Alkohol ist doch auch keine Lösung …”, oder  ”Komm’ mal klar alter” …

Es geht ja nicht darum, dass ich irgendwie alkoholabhängig bin und daher davon wegkommen möchte. Vielmehr geht es darum, sich ein Ziel zu setzen und den Weg, dieses Ziel zu erreichen, konsequent zu verfolgen. Und da war für mich der Alkohol das beste Beispiel. Natürlich ist es schön und romantisch, abends, bei Kerzenschein mit seiner/seinem Geliebten ein Glas Wein zu trinken, oder sehr lustig, auf einer Party so richtig “die Sau rauszulassen”. Desweiteren erscheint eine Flasche Bier passend, wenn man abends auf dem Deich, oder am Strand sitzt und in die Ferne guckt. Es sind viele Argumente, die nichts gegen Alkohol, oder auch Alkohol in Maßen sprechen.

Trotzdem kann man sehr schnell aus dem “sonntäglichen Bier” abrutschen zu einem täglichen Ritual, sein Bier zu trinken, sodass man irgendwann gar nicht mehr davon wegkommt. Ein befreundeter Sportler Mir wurde des Öfteren das Aufstehen nach einer “lustigen Party” zur Qual … zu viel Glühwein, zu viel Bier, zu viel Schnaps … man wacht mit Würgeattacken und Kopfschmerzen am nächsten Tag auf und möchte am liebsten nie mehr aufstehen. Noch schlimmer wird es dann, wenn man dann noch erzählt bekommt, wie peinlich man sich doch letzte Nacht benommen hätte und wenn man nur noch so halb mitbekommt, wie Freunde einen völlig betrunken ins Auto schleppen …

Neee, das muss nicht sein. Es geht auch mit Cola oder Apfelschorle.  Klingt unromantisch … kann sein, aber das ist nun mal meine Konsequenz zu sagen: Ich verzichte. Ich trinke einen alkoholfreien Cocktail, eine Apfelschorle oder sonst was. Ein Selbstversuch … nein besser eine Selbstverpflichtung, denn wenn man jetzt diesen konsequenten Weg verlassen würde, würde man sich nur selbst damit betrügen. Inspiriert haben mich dazu frei Freunde, die wirklich konsequent keinen Tropfen Alkohol trinken … Danke Euch dafür.

Also, ich trinke Apfelschorle.

~ von kaicolino am 8. März 2010.

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