Langeoog – Kurzurlaub und Vogelbeobachtungen

Moin miteinander!

Nach langer Zeit der Stille melde ich mich auch mal wieder … Letztes Wochenende hatte ich die Möglichkeit, einen Freund und Zivildienstkollegen auf der Nachbarinsel Langeoog zu besuchen. Dabei kam ich in den Genuss, von einem Fachmann begleitet, verschiedene Vogelarten sehr nah zu betrachten und entsprechende Fotos zu schießen. Ein Teil der Ergebnisse werden nun dargestellt. 

Zunächst einmal fahre ich mit der Fähre von Spiekeroog ans Festland … dabei betrachte ich unsere neue Kombifähre, die Spiekeroog IV, auch “Frosch” genannt.  

Respekt an diejenigen, die mit den neuen Unimogs die Anhänger hin und herschieben … sieht auf jeden Fall nach einer ansprchsvollen und etwas tüddeligen Arbeit aus.

 Nach einer halbstündigen Überfahrt warte ich auf den Bus, der mich nach Bensersiel, dem Anleger für Langeoog, bringt. Dort muss ich eine Weile auf die Fähre warten … Verbindungen halt, passen nie so richtig zusammen, zumal wir tide-abhängig fahren und die Fähren nach Langeoog tide-unabhängig sind und somit die beiden Fährpläne nicht immer gut zusammenpassen.

 

Kaum saß ich dann in der Fähre, hatte ich die Möglichkeit, diese Möwe zu fotografieren … na, welche Möwe ist es? Die Frage lasse ich mal offen hier stehen.

 

Nach einer wiederum halbstündigen Überfahrt komme ich am Anleger von Langeoog an. Dort angekommen, geht es mit einer lustigen, bunten Inselbahn hinein ins Dorf. Zwischendurch sehe ich ein paar Kiebitze in den Wiesen sitzen … es kommt mir irgendwie wie auf dem Festland vor.

Im Dorf angekommen fallen die Massen an Touristen auf … es ist also um einiges größer als Spiekeroog. Nach dem ich mein Gepäck in meiner Unterkunft erfolgreich untergebracht habe, ziehe ich los, um mir das Dorf und die umgebenden Dünen genauer anzuschauen.

 

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Hier fallen die viel größeren und dichter bebauten Häuser auf … das Dorf ist viel größer, im Hintergrund befindet sich ein großer Wald. Richtung Osten hin sehe ich die schöne Dünenlandschaft mit einem See und den Salzwiesen … zum Glück, das kommt mir irgendwie bekannt vor. Aber im Vergleich zu Spiekeroog scheint alles größer zu sein.

 

Den ersten Tag verbringe ich mit einer Besichtigung des Dorfes und den näheren Dünen und Deichen in der Umgebung, abends wird noch gemeinsam lecker gekocht.

Am nächsten Morgen mache ich mich bei herrlichem Sonnenschein mit dem Fahrrad durch das Dorf … was fällt auf? Überall Fahrradvermietungen … die Auswahl ist groß. Gut, dass schon tags zuvor mich entscheiden konnte, welches Fahrrad ich nehme.

 

Unterwegs treffe ich auf einen alten Wasserturm … von dort hat man einen herrlichen Blick auf den Strand und die dahinterliegende, offene Nordsee.

Nach einer Weile im Dorf fahren wir gemeinsam mit dem Fahrrad in Richtung Osten. Zwischendurch treffen wir eine Vielzahl von Vögel an, die ich mehr oder weniger nah genug vor die Linse bekam, um sie zu fotografieren. Toll, dass man auf Langeoog bis kurz vor die Ostspitze mit dem Fahrrad fahren kann.

Ich treffe Graugänse an, Brandgänse, Uferschnepfen, Austernfischer, Stockenten, Silbermöwen … also verschiedene Arten. Als seltenen Gast bekomme ich eine Nilgans vor die Linse.

Dieser blöde Elektrozaun … vertieft in das Fotogtrafieren der Tiere übersehe ich einen unter Spannung stehenden E-Zaun. Flopp, es zuckt einmal und der Akku der Kamera ist wieder geladen :-)

Fasane gibt es wie Sand am Mehr … dieses Gegackere kann ich langsam nicht mehr hören, jetzt mache ich einfach mal Fotos von dem Ding.

Auch ein “normaler” Hahn läuft mir über den Weg … kikiriki …

Ganz im Osten angekommen, nach einem kurzen Strandsparziergang sehe ich sie, endlich: SPIEKEROOG, meine Insel. Wie sie leuchtet in der Sonne :-)

Auf dem Rückweg sehe ich noch zwei Graugänse in einem Teich sitzen, schön nah. Ein paar Singvögel, wie Bachstelze und Kohlmeise kommen mir auch sehr nahe, leider sind keine guten Fotos entstanden.

Eine Bachstelze …

Eine Stockente, weiblich.

 

Eine Dohle.

Nach dieser schönen, lange Tour kehren wir im Dorf ein und gönnen uns erstmal ein Schnitzel und eine große Cola :-)

An dem Sonntag lasse ich meine Kamera mal stehen und genieße so den Ausblick. Wir machen eine schöne Tour am Strand im Südwesten der Insel und machen einen Abstecher zu den Flinthörndünen, “einem Anlandungsgebiet, in dem sowohl die unterschielichsten Stadien der Dünenentwicklung von der Sandplate bis zu den älteren Graudünen beobachtet werden können als auch ein ausgeprägter Fluthaken zu finden ist, eine durch Strömung und Brandung erzeugte Sandfracht. Ein Naturschutzgebiet aus zweiter Hand: Neben Rotschenkeln, Austernfischern und vielen anderen Vogelarten brüten hier auf den höhergelegenen Schillflächen noch die vom Aussterben bedrohten Zergseeschwalben und weitere Seeschwalbenarten.” (Quelle: Richard Pott, Die Nordsee, Eine Natur- und Kulturgeschichte, C. H. Beck Verlag, München 2003, S. 174)

Abends geht es dann mit dem Inselbähnchen zum Hafen zurück, um die Insel dann mit der Fähre zu verlassen. Ein schönes Wochenende auf Langeoog.

 

~ von kaicolino am 17. April 2010.

2 Antworten to “Langeoog – Kurzurlaub und Vogelbeobachtungen”

  1. Die X-Möwe gleich zu Beginn – es war auch das erste Foto bei meiner ersten Fahrt nach Langeoog. Und diese so absolut spannende Möwe *gähn* ist übrigens auch die Symbolart von Langeoog.

    Und zur Nilgans: Vor der Linse hattest du nur die Graugans ;-)

    Aber eine schöne Tour hatten wir da, auch wenn das alles gar nicht so groß ist, wie du immer behauptest!

  2. oh wie cool Kai, du hast gerade den Ort kennen gelernt, an dem ich einen großen Teil meiner Kindheit verbracht habe!
    Meine Omi hat dort eine Ferienwohnung und wir sind jeden Sommer auf Langeoog gewesen. Früher kam mir die Insel der Strand usw. immer total groß vor. Letzten Sommer war ich dann nach 7 Jahren zum ersten Mal mit Maxim wieder dort und ich hab fast nichts mehr wieder erkannt, ich kam mir vor wie in einer Puppenwelt, oder in einer Miniaturstadt…die kleinen Häuschen mit den kleinen ordentlichen Vorgärtchen, war aber total cool nochmal die alten Kindheitserinnerungen wieder aufleben zu lassen :)
    Viele Grüße, Jadja

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